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Leider weiß man bis zur Terminvereinbarung nach der Entbindung nicht, welche der Hebammen die Wochenbettbetreuung übernehmen wird. Dadurch resultierend kann es leider sein, dass die Wochenbettbetreuung von einer fremden Hebamme übernommen wird, als einer anderen, wie im Vorgespräch. Ich hatte leider eine wenig empathische, neu eingestellte Hebamme, welche bei jedem Besuch lediglich stupide ihre Checkliste (Gewicht Kind, Blutung Mutter, Farbe des Stuhls, etc.) abarbeitete. Bei beispielsweise einer nachvollziehbar stagnierenden Gewichtszunahme über 2 Tage aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes (Trennung Mutter und Kind), begab sie sich keinesfalls auf Ursachenforschung oder erkannte, dass man dem Baby nach der Stresssituation einfach mit gutem Stillmanagement helfen konnte. Sie empfahl hingegen das Stillkind mit der Flasche zuzufüttern, riskierte somit eine Saugverwirrung und betrachtete lediglich ungenaue Messwerte ohne Bezug auf die Umstände. Es wurden nicht alle möglichen Optionen besprochen, sondern mit Druck ("das Kind wird vor der gefüllten Brust verhungern", "ich muss euch ins Krankenhaus schicken", "bei den zufriedenen Babys ist das am Gefährlichsten, die schreien nicht, auch wenn sie verhungern") versucht, die leicht zu kontrollierende Flaschengabe zu forcieren. (Es handelt sich in diesem Fall im Übrigen um ein Kind, welches bei allen Untersuchungen mit Gewicht und Größe im 97. Perzentil war.) Es wurde durch diese Hebamme nicht abgeklärt, ob das Baby eine orale Restriktion hat, ob es evt. falsch angelegt ist, weiterhin wurden keinerlei Tips gegeben, was man bespielsweise tun kann, damit das Kind nicht so schnell an der Brust einschläft, etc. Auch die Ungenauigkeit der Gepäckwaage würde leider nicht berücksichtigt, respektive die Magen- Darmfüllung des Säuglings. Ohne den Stuhl des Kindes überhaupt betrachtet zu haben, wurde die angeblich falsche Farbe dessen, als Grund zur Beunruhigung und drohendem Krankenhausaufenthalt genannt. Die Hebamme hat sich keine einzige Stillmahlzeit angeschaut und ist nicht auf das Stillmanagement eingegangen. Eine kostenlose E-Mail-Beratung der La Leche Liga war freundlicher, beruhigender und zielführender. Auf der Homepage heißt es zu besagter Hebamme, sie könne "durch ihre langjährige Erfahrung in allen Fragen zum Thema Stillzeit unterstützen". Letztendlich übersteigt das Thema Stillen ihre Kompetenzen exorbitant und somit kann der Satz nur als grenzenlose Selbstüberschätzung ohne jegliche Fähigkeit zur Selbstreflektion gewertet werden. Letztlich wurde trotz einer funktionierenden Stillbeziehung und eines gesunden Kindes empfohlen mit der Flasche zuzufüttern. Durch ihre Anweisungen hätte ich definitiv Stillprobleme erlangt und somit ein frühzeitiges Abstillen in Kauf nehmen müssen. Ich wünsche wirklich keiner frisch gebackenen Mutter, dass sie an eine derartig empathielose Hebamme gerät, die bereits in der zweiten Lebenswoche versucht eine gute Stillbeziehung für immer zu zerstören und damit die Gesundheit des Kindes gefährdet. Zusammenfassung Kritikpunkte: - teilweise kein Vorgespräch mit der betreuenden Hebamme/keine Wahloption - kein Einfühlungsvermögen bei der Wochenbettbetreuung - unnötige Verängstigung der Eltern - Verwendung einer ungenauen Kofferwaage - falsche Stillberatung und kein Verweis auf eine Stillberaterin (IBCLC oder La Leche Liga) - vorschnelles Drängen zum nicht stillfreundlichem Zufüttern (es erfolgt keine Aufklärung über stillfreundliches Zufüttern, kein Stillvorgang wurde angeschaut) - es werden milchfördernde Tees, Maßnahmen etc. empfohlen, ohne belegbare Evidenz - Handling von Babys und Stillmanagement wurden im Geburtsvorbereitungskurs nicht thematisiert Pro: - Nadine und Melanie sind sehr nett und bemüht (deren Wochenbettbetreuung wurde hier explizit nicht bewertet) - hübsche Räumlichkeiten vor Ort - Rückbildungskurs (online) von Nadine ist empfehlenswert